Archiv der Kategorie 'Neubau'

Wettbewerb zum alten Stadtbad entschieden

stadtbad_veauthier.jpg

http://www.av-a.com/

Artikel aus (KoKo / 06.12.2007 / DAB 2007/12 |)

Das Stadtbad Gotha ist ein Einzeldenkmal, das 1907-1909 errichtet wurde. Es handelt sich um eine symmetrische Anlage, in deren Mittelbau sich die Schwimmhalle befindet. In den Seitenflügeln sind Wannenbadanlage und Sauna untergebracht.
Das Gebäude wird seit mehreren Jahren nicht mehr genutzt und ist nun für eine Badnutzung zu sanieren. In direkter Nachbarschaft befinden sich unbebaute Grundstücke, die für einen Schwimm­hallen­neubau für Schul- und Vereinsschwimmen in direkter An-
bindung zum historischen Bad genutzt werden sollen.
Durch den Wettbewerb, der durch die Stadt Gotha ausgelobt wurde, sollte eine städtebaulich, architektonisch und funktional ausgewogene, wirtschaftlich günstige Lösung für die geplante Investition gefunden werden.
Nach einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren waren 14 Teams zum Verfahren zugelassen. Das Preisgeld betrug insgesamt 75.000 Euro zzgl. USt. Die Jury, unter Vorsitz von Prof. Ulf Herstermann, FH Erfurt, vergab vier Preise.

1. Preis
Andreas Veauthier | av-a Veauthier Architekten, Berlin
Dr. Nils Meyer, Berlin

Auszug aus dem Juryprotokoll:
„…Insgesamt ergibt sich eine Lösung, die in respektvollem Umgang mit dem Bestand eigenständige, neue Akzente setzt und zudem einen hervorzuhebenden Beitrag zur funktionalen und räumlich-gestalterischen Verknüpfung zwischen altem und neuem Bad liefert. Dabei entsteht durch kompakte Volumen, günstige Flächenverhältnisse sowie eine angemessene Formensprache und Materialwahl gleichzeitig ein wirtschaftlich realisierbares Entwurfskonzept.“

2. Preis
Peter L. Arnke, Brigitte Häntsch | AH Architekten BDA, Berlin
Rolf Mattmüller | Rolf Mattmüller Architekten, Berlin
Wolfgang Brune | Brune Architekten BDA, München

3. Preis
Dr. Anke Schettler | Schettler & Wittenberg Architekten, Weimar
Stefan Nitschke | nitschke+donath architekten, Weimar

4. Preis
Thomas Glöckner | Glöckner Architektur und Städtebau GmbH, Nürnberg

Rendevous am Bahnhof

Neues Umsteigeterminal am Gothaer Bahnhof (http://www.osterwold-schmidt.de/)

Artikel aus www.baunetz.de, Foto von der Homepage der Architekten Osterwold und Schmidt (http://www.osterwold-schmidt.de/)

Bahnkomplex in Gotha eröffnet

Elf Jahre sind seit dem ersten Wettbewerb vergangen, nun wurde am 2. Oktober 2007 der Umbau des Hauptbahnhofs Gotha (Thüringen) sowie der neue Bahnhofsplatz mit dem Neubau des ÖPNV-Terminals feierlich eröffnet. Die Pläne für den so genannten „Rendevouz-Bahnhof“ als Umsteigepunkt zwischen Bahn, Bus und Thüringer Waldbahn wurden nach dem Wettbewerbsgewinn von 2001 (zweiter Wettbewerb) durch die Weimarer Architekten Antje Osterwold und Matthias Schmidt (Osterwold-Schmidt Exp!ander Architekten) realisiert.

Entwurfsidee des Projekts ist die Verknüpfung aller drei Transportmittel buchstäblich unter einem großen Dach. Dieses ist analog zu einem Schachbrett in offene und geschlossene Felder unterteilt. Ein ringsum laufendes Betonband nimmt zudem ein Goethe-Zitat als Lichtfries auf: „Denn man reist doch wahrlich nicht, um an jeder Station einerlei zu sehen und zu hören“. Die Materialität des Terminals wird durch polierte Edelstahlrundstützen sowie Aluminiumverkleidungen geprägt, die im Erdgeschoss durch Profilit-Verglasungen abgelöst werden. Auf dem Boden wechseln Stein- und Holzbeläge, letztere kennzeichnen mit ihrer wärmeren Oberfläche die Aufenthaltsbereiche und sind zusätzlich durch Mauerwerkseinfriedungen abgeschirmt.

Passivhaus Gumprecht

Bei der Autoindustrie hat es das „3 Liter-Auto“ noch nicht zur Marktreife geschafft, beim Hausbau ist man schon einen Schritt weiter und baut das „1,5 Liter-Haus“. Ein Haus welches 1,5 l/m² Heizöl verbraucht. Neubauten nach ENEV benötigen zwischen 8 bis 10 l, Altbauten sogar oft bis 20 l Heizöl.

Wie ist der sehr geringe Energieverbrauch erreichbar?

Die Kernidee eines Passivhauses ist einfach erklärt: die Wärmeverluste werden derart stark verringert, dass kein separates Heizungssystem mehr erforderlich ist. Durch solare Gewinne der Fensterflächen und eine Lüftungsanlage mit bis zu 95% Wärmerückgewinnung wird ein wohliges Innenklima geschaffen. Die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung wird meist durch eine Solaranlage gesichert. Das Haus „heizt“ und kühlt sich passiv. Oft reicht es aus, sich mehrere Gäste einzuladen!

Party oder Bügeln Die alternative Heizung eines Passivhauses

Durch den geringen Verbrauch an Energiekosten können die anfänglichen Mehrkosten oft nach 10 bis 20 Jahren ausgeglichen werden. Zinsgünstige Darlehn stellen hierbei verschiedene Institutionen zu Verfügung. In Deutschland gibt es bereits rund 4000 Passivhäuser , als Einfamilienhäuser. Aber auch Kindergärten, Altersheime, Schulen und Fabrikgebäude werden bereitst als Passivhaus gebaut. Wir laden die Kammergruppe zur Besichtigung unseres Passivhauses am 2. Juli 05 nach Gotha Sundhausen Anger 3 ein. Ab 10 Uhr finden Vorträge statt und für 12 Uhr ist ein Rundgang durch das Haus geplant.


 

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