Archiv der Kategorie 'Kammergruppe'

„Architektur belebt!“ – Tag der Architektur 2008

architektouren 08

Die jährliche Veranstaltungsreihe «tag der architektouren» in Thüringen präsentiert zeitgemäße Bauwerke einer breiten Öffentlichkeit. Ziel ist der Dialog zwischen Bauherr, Architekt und Bürger. 93 Objekte in 30 Städten und Gemeinden laden ein. In Gotha und dem Landkreis können am letzten Juni- Wochenende 10 Objekte besucht werden. Im Vorfeld sind alle Arbeiten in einer Ausstellung im Kulturhof „Zum Güldenen Krönbacken“ in Erfurt zu sehen. Mehr im Netz unter: http://www.tag-der-architektouren.de/

Winterpalais – Ausstellung studentischer Arbeiten

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Vom 14.12 – 16.12.2007 werden auf Schloss Friedenstein in der Ausstellungshalle (Westflügel) die Ergebnisse eines Studienprojektes der FH Erfurt am Fachbereich Architektur zum Winterpalais präsentiert. Die Studenten sollten in ihren Arbeiten die Neunutzung des Gebäudes als Stadtbibliothek untersuchen.

ParkKarton und TripleX

Die Freifläche hinter dem Museum der Natur war am 14. Juli 2007 für einen Nachmittag in den größten Park aus Papp-Skulpturen verwandelt worden. Der Verein „Museumslöwen e.V.“ rief möglichst viele Teams auf, diesen Skulpturenpark mit zu gestalten, um somit einen Eintag in das „Guinnes Buch der Rekorde“ zu erlangen. Die Gothaer Architekten beteiligten sich mit ihrem Beitrag TripleX. Unterstützt wurde die Kammergruppe Gotha bei dieser Aktion von Sebastian und Charlotte Großkopf, Anett Mertins, Wolfgang Dressel, Jens Liehr, Konstanze, Julia, Felix und Oliver Baumheier.

Offener Brief der Gothaer Architekten zum geplanten Abriss des Bahnhofsgebäudes

Im Zuge der öffentlichen Debatte um den Abbruch des Bahnhofgebäudes haben sich ortsansässige Architekten der Architektenkammer Thüringen getroffen. In diesem Rahmen stellte Herr Adlich als Leiter des Stadtplanungsamtes die langjährige Planungsgeschichte ausführlich und fundiert vor. In der nachfolgenden Diskussion wurden von den Teilnehmern folgende Leitsätze formuliert:

Städtebaulicher Kontext:

Der Bahnhof ist für den Bewohner der Stadt ein Tor zur Welt, für den Ankommenden das Tor zur Residenzstadt – daraus leitet sich seine besondere Bedeutung als wichtiger Identifikationspunkt ab. Das Bahnhofsgebäude (ob alt oder neu) ist der Endpunkt und damit eine unverzichtbare städtebauliche Markante der historischen Achse
Bahnhof- Friedrichstraße. Zukünftig wird das unmittelbare Umfeld durch das neue ÖPNV-Terminal, das Gebäude der ehemaligen Energieversorgung und die großzügige und moderne Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes geprägt. Auch wenn sich das Bahnhofsgebäude im Eigentum der Bahn oder möglicher Investoren befindet, ist und bleibt es von seiner Wahrnehmung her ein öffentlicher Raum, an den sich besondere Verpflichtungen des Eigentümers binden.

Architektur:
Das historische Bahnhofsgebäude stand mit seiner Errichtung und Architektursprache im unmittelbaren Zusammenhang mit den Gebäuden in der Bahnhofstraße (ehem. Feuerversicherungsbank, ehem. Grundkreditbank), die im sogenannten Historismus von dem bedeutenden Architekten Ludwig Bohnstedt
zwischen 1870 und 1880 errichtet wurden. Durch Umbauten, die teilweise Zerstörung im 2. Weltkrieg und Funktionsverlust wurde der Baukörper verstümmelt, eine ausgewogene Kubatur und Formensprache sind nicht mehr zu erkennen. Den heutigen Anforderungen an einen Bahnhof kann das Gebäude in seinem jetzigen
Zustand nicht gerecht werden.

Thesen:
Der Wiederaufbau des historischen Gebäudes stellt in funktionaler und wirtschaftlicher Hinsicht keine Lösung dar, da die Anforderungen an das Bahnhofsgebäude nicht denen der Bauzeit entsprechen und sich durch Funktionsverlagerungen nur noch ein geringer Flächenbedarf ergibt. Der Umbau des vorhandenen Gebäudes
muß jedoch als Handlungsoption erhalten bleiben – aus diesem Grund darf kein voreiliger Abriss erfolgen. Nach intensiver Klärung der realistischen Funktionsanforderungen wäre ein durch Architektenwettbewerb gut gestalteter Neu- oder Umbau sicher eine bessere Visitenkarte für Gotha als das vorhandene Gebäude.
Die Gothaer Architekten sind dazu bereit, die Stadtverwaltung bei der Lösungsfindung für den Gothaer Bahnhof zu unterstützen.

Gotha im November 2006

Bericht Kammergruppentreffen

Frau Götze-Eismann und Herr Lehniger gaben nach langjähriger Tätigkeit Ihre Aufgaben als Kammergruppenvorsitzende und Stellvertreter ab. Frau Oesterreich von der AKT aus Erfurt dankte den Kollegen für Ihre geleistete Arbeit. Als Nachfolger wurden Herr Großkopf und Frau Gumprecht durch die anwesenden Kammermitglieder gewählt.Trotz schriftlicher Einladung war die Teilnehmerzahl recht übersichtlich. Wir möchten in der Zukunft versuchen, die Kammerarbeit wieder zu beleben. Neben dem Architektenstammtisch sollen vor Allem gemeinsame Aktionen zum Gedanken- u. Erfahrungsaustausch dienen. Weiterhin muß unsere Berufsgruppe durch Öffentlichkeitsarbeit nach Außen dargestellt und bekannt gemacht werden. Leider überwiegen Meldungen, die von Geschäftsaufgaben und rückläufigen Aufträgen unserer Kollegen informieren. Wollen wir warten, bis auch das letzte Einfamilienhaus als Katalogware von fragwürdigen Anbietern gebaut wird und wir froh sein dürfen, für wenig Geld den Bauantrag zu stempeln? Wir beabsichtigen durch ständige Präsenz in den Medien und einer offenen Internetplattform, in der alle Beiträge gespeichert und abgerufen werden können, auf lokaler Ebene die „Marken“ Architekt, Stadtplaner und Landschaftsarchitekt zu etablieren. Für diese Plattform werden noch ein passender Name und ein ansprechendes Logo ???* gesucht. Hiermit rufen wir alle Mitglieder auf, sich zu beteiligen und so ein abwechslungsreiches Angebot zu ermöglichen. Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit!


 

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