Gotha. (tlz/wifi) Den Stadtplanern bereiten in Gotha-Ost Leerstand und Durchgangsverkehr große Sorgen. Ein Rundgang von Mitgliedern des Stadtrates und Mitarbeitern der Stadtverwaltung führte das gestern eindrücklich vor Augen: Unbewohnte Häuser verkommen zu Müllkippen, an der B 247, wo der Verkehr entlang rauscht, stehen zahlreiche Gebäude leer. Einen Rundgang mit Bürgermeister, der alljährlich bei Begehungen der Gothaer Ortsteile üblich ist, gab es nun erstmals in einem Stadtteil. Die beiden SPD-Ratsmitglieder Heinz Kupfer und Wolfgang Metze hatten OB Knut Kreuch dazu bewegt. Metze wies auch auf ein Problem in der Herbsleber Straße hin: „Wer hier in seine Wohnung will, muss erst einmal ein Fußbad nehmen.“ Er spricht damit die abgesenkten und maroden Bürgersteige an, wo sich bei Regen Pfützen bilden. Laut Bürgermeister Werner Kukulenz lässt sich das schnell beheben. Schwieriger gestaltet sich das bei Leerstand. Der ist eine Folge der Stadtteil-Entwicklung und des Durchgangsverkehrs. Um 1900 wurde Gotha-Ost konzipiert, um Arbeiten und Wohnen miteinander zu verbinden. Nach der Wende änderten sich Lebensstandard und Ansprüche grundlegend. Bezeichnend dafür: leer stehende Eckhäuser. Deren Grundstücke lassen kaum Parkmöglichkeiten zu. Erschwerend kommt der Durchgangsverkehr hinzu. Die B 247 führt mitten durch das Wohngebiet; Kreuch: „Eine Umgehgungsstraße ist nötig.“ Dafür spricht sich auch Rüdiger Schaller, vom Gothaer Spar- und Bauverein aus, dem dort zahlreiche Häuser gehören.
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